900.000 Euro zusätzlich

Eine Meldung sorgte in den Bremer für Aufsehen.

  1. Baumängel im Neubau vom Klinikum-Mitte seien jahrelang unerkannt geblieben,
  2. Die Kosten für eine Sanierung der Lüftungsanlage werden auf 900.000 Euro geschätzt.

Aus der Meldung von Buten und Binnen:
„Die Bremer Krankenhausgesellschaft Gesundheit Nord (Geno) muss die Lüftungsanlagen in 16 OP-Sälen und weiteren Räumen überarbeiten. Das geht aus dem Protokoll einer nicht-öffentlichen Sitzung der Gesundheitsdeputation hervor.

Das Papier liegt buten un binnen vor. Demnach erklärte Geno-Geschäftsführerin Dorothea Dreizehnter während der Sitzung, „dass Baumängel bei der Lüftungstechnik festgestellt wurden. Die Bereiche des Zentral-OP, der Angiografieräume sowie einige weitere Räume sind betroffen.“

Mängel blieben offenbar jahrelang unerkannt

Brisant ist: Die Mängel bestehen laut dem Protokoll schon seit der Eröffnung des Teilersatzneubaus des Klinikums Mitte im Jahr 2019. Sie blieben bislang allerdings unerkannt. Erst mit dem Wechsel der Wartungsfirma für die Lüftungsanlagen sei herausgekommen, dass bei den Anlagen falsche Rohre verbaut worden waren.

Da hilft nichts. Da müssen wir jetzt die Decken öffnen und alles sanieren.

Karen Matiszick, Geno-Sprecherin

Eine Gesundheitsgefahr besteht laut der Geno-Sprecherin Karen Matiszick nicht und habe auch nie bestanden. Man habe immer entsprechende Überprüfungen der Luftqualität durchgeführt.

Die Reparaturen sollen nach und nach bis Frühjahr 2027 durchgeführt werden. Doch da wird es problematisch. In dem Protokoll heißt es: „Seit Anfang des Jahres steht man in Kontakt mit einem Fachanwalt. Die Baufirma und der Generalplaner seien zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.“

Bleibt die Geno auf den Kosten sitzen?

Sprich, es könnte sein, dass die Geno in einen Rechtsstreit mit Baufirma und Generalplaner treten muss, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Zur Frage einer gerichtlichen Auseinandersetzung wollte sich die Geno-Sprecherin nicht äußern. Aber: „Wir gehen davon aus, dass die Sanierungskosten etwa 900.000 Euro betragen werden.“

Der Vorsitzende der Gesundheitsdeputation Heiko Strohmann (CDU) erklärt auf Nachfrage, dass er sich nicht vorstellen könne, dass es gelingen wird, Baufirma und Generalplaner nachträglich zur Kasse zu bitten. Und: „Aus meinen Erfahrungen mit den Kostensteigerungen bei der Geno würde ich auch vermuten, dass 900.000 Euro am Ende nicht ausreichen dürften.“
Autor: Hauke Hirsinger

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert